Terminal Server und dünne Klienten

  • Mit dem Einsatz von Terminal Servern und Thin Clients Energie und Kosten sparen
  • Administration vereinfachen
  • Sicherheit erhöhen
  • Neue Arbeitsplätze in weniger als einer halben Stunde einrichten
  • Mitarbeiter_innen auch außerhalb der Räume an die IT-Infrastruktur anbinden
  • Ideal auch schon für kleinere Netzwerke

Wir haben langjährige Erfahrungen mit dem Einsatz von Terminal-Servern in Betrieben, Vereinen und Schule und bieten fertige Lösungen für eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten an.

Hintergrund

In der Anfangszeit der Computertechnik war es üblich: Institutionen hatten zentrale Großrechner und alle Nutzer_innen saßen vor sogenannten Terminals, die nur die Eingaben entgegen nahmen und Ausgaben (z.B. auf dem Monitor) darstellten.

Nach dem Aufkommen der PC, der Personal Computer, wurde es üblich, dass an jedem Arbeitsplatz ein vollwertiger Computer stand. Die Gründe dafür waren u.a.: sinkende Produktionskosten der Hardware, Aufkommen neuer Betriebssysteme, begrenzte Ressourcen auf den Großrechnern und immer Ressourcenhungrigere Anwendungen.

Was ist ein Terminal-Server

Auf einem Terminal-Server, einem zentralen Computer, werden alle Anwendungen zentral ausgeführt und auch alle Daten können (je nach Größe des Netzwerkes) auf dem Server verwaltet werden. Der Server kümmert sich um die Nutzer_innen-Verwaltung (Accounts und Passwörter).

Das bedeutet, dass alle Anwendungen zentral auf einem Server laufen, auf dem sich die Benutzer nur einloggen. Alle Benutzer arbeiten im Prinzip auf dem gleichen Computer, die einzelnen Terminals (also die Computer, vor dem die Benutzerinnen sitzen) stellen nur die grafische Oberfläche dar. Es wird sozusagen nur das „Bild“ der Programme gezeigt, die auf dem Server laufen.

Was ist ein Thin-Client

Die einzelnen Arbeitsplätze sind mit Thin-Clients ausgestattet – also im wahrsten Sinne des Wortes mit schmalen Rechnern, die energiesparend und kostengünstig sind. Die Leistungsanforderungen sind nicht hoch, da sie im Wesentlichen nur die Eingabe (Tastatur und Maus) und die Ausgabe (Monitor) übernehmen. Sie verfügen u.U. nicht einmal über eine Festplatte. Das schlanke Betriebssystem, das die Thin-Clients benötigen wird vom Server über das Netzwerk bereit gestellt.

Vorteile

  • Nur ein Computer muss über eine große Rechenleistung verfügen, da die Ressourcen geteilt werden.
  • Nur ein Rechner muss installiert und administriert werden.
  • Dadurch ergibt sich ein deutlicher Sicherheitsgewinn, weil nicht mehr alle Computern mit z.T. unterschiedlichen Softwareinstallationen und -versionen einzeln abgesichert werden müssen.
  • An allen Arbeitspätzen gibt es die selbe Oberfläche, die selben Daten und die selbe Software. Ideal für flexible Büronutzung.
  • Fast jeder Computer kann als Thin-Client dienen. Dadurch lässt sich auch ältere Hardware problemlos weiter nutzen.
  • Die Dokumentenverwaltung wird stark vereinfacht. Es müssen keine Netzwerklaufwerke für jeden Computer eingerichtet werden.
  • Auch andere Netzwerkdienste (wie z.B. Drucker) müssen nur einmal eingerichtet werden.

Technik

LTSP – Linux Terminal Server Project

Der Klassiker unter den Linux-Terminal Servern wird in unzähligen kleinen und großen Netzwerken insbesondere in Forschungs- und Bildungseinrichtungen seit vielen Jahren verwendet. Er bietet die Möglichkeit, einzelne Anwendungen auf leistungsfähigeren Clients auch lokal laufen zu lassen, z.B. für Video und Audio-Anwendungen.

Die Thin-Clients kommen ohne Festplatte aus und unterstützen lokale Medien wie USB-Sticks, CD-Roms, Scanner und Drucker.

X2GO

Eine neuere Entwicklung, die ideal ist, wenn Terminals auch über langsamere Netzwerkverbindungen angebunden werden sollen ist X2GO. Damit können z.B. Mitarbeiter_innen auch von zu Hause in der gewohnten Umgebung arbeiten oder andere Standorte der Organisation angebunden werden. Arbeitssitzungen können angehalten und von anderen Computern aus fortgesetzt werden. Ideal für den fliegenden Wechsel im Büro. Als Client kann dabei jeder Computer mit Linux, Mac OS oder Windows dienen. Lediglich eine Client-Software muss installiert werden.

Der Austausch von Daten zwischen den Clients und dem Server ist genau so möglich wie das Drucken auf den heimischen Drucker.

Beide Techniken können auch parallel eingesetzt werden: LTSP für das lokale Netz und X2GO für entfernte Verbindungen.

Einsatzgebiete

Klassische Büroanwendungen

Terminal Server sind überall dort ideal wo mehrere Computer gleich eingerichtet sein sollen und hauptsächlich Internet- und Office Programme genutzt werden. Auch das Abspielen von Videos oder Musik ist möglich. In Firmen, Verwaltung und Vereinen werden meistens wenige Standardanwendungen genutzt, die auf allen Rechnern laufen müssen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um fünf oder um fünfzig Arbeitsplätze handelt. Lediglich der oder die Server müssen entsprechend ausgelegt sein.

Bildungseinrichtungen und öffentliche Computerarbeitsplätze

Dort wo vielen Nutzer_innen eine gleiche Umgebung geboten werden soll, wie in Schulen, Bibliotheken oder anderen öffentlichen Einrichtungen sind Terminal-Server ideal.

Die Administration einer Vielzahl von einzelnden PCs wäre hier deutlich aufwendiger und oftmals gar nicht zu gewährleisten.

Nachteile und Grenzen

Mit dem Einsatz von Terminal-Servern einher gehen auch einige Nachteile, die bei einem richtigen Einsatz aber beherrschbar bleiben.

  • Die Funktionsfähigkeit des Systems hängt an einem zentralen Server. Funktioniert dieser einmal nicht, heißt das, dass alle Pause machen können und müssen. Dieser muss also so ausgelegt sein, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit minimal und akzeptabel ist.
  • Das ganze System wird zentral administriert. Das heißt aber auch, dass keine Software lokal installiert werden kann. Das kann ein Sicherheitsgewinn sein aber auch von einigen auch als Nachteil wahrgenommen werden.
  • Für hochperformante Grafik-, Video- und Audio-Anwendungen eignet sich eine Terminal-Server Umgebung in der Regel nicht.
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